Der Gewinner unseres Grenzerlebnisse-Geschichtenwettbewerbs ist bekannt!

Wir sind sehr angetan von den vielen schönen Geschichten, die wir bekommen haben. Als kleines Dankeschön haben alle Teilnehmer das Kartenset vom Falk-Verlag mit grenzüberschreitenden Rad- und Wanderrouten erhalten. Leider kann es nur einen Hauptgewinner geben.

Die Jury hat aus den zahlreichen Einsendungen die Geschichte " Die Schmugglerherberge De Poth" von Diny Izaks aus Markelo als Gewinner ausgewählt. Sie beschreibt plastisch, wie Schmuggler früher tätig waren und Feldhüter und Zöllner überlisteten. Und das alles in Kombination mit der Beschreibung einer knospenden Liebe.

Wegen der großen Anzahl der Einsendungen können wir leider nur einen Teil der Geschichten auf unserer Website veröffentlichen.
Wir wünschen Ihnen viel Vergnügen bei der Lektüre und auf Wiedersehen im deutsch-niederländischen Grenzgebiet.

Rund um die alte Herberge De Poth herrscht eine wunderbare Ruhe. Die frischen grünen Blätter der launenhaften alten Kopfeichen und der gewaltigen Kastanienbäume rascheln leise im Wind. Zwei Pfauen sitzen auf dem Schilfdach und zeigen einander ihren schönsten Federschmuck. Eine Gänseschar läuft im Gänsemarsch über die Weide neben der alten Scheune hintereinander her.

Ein wenig weiter verlässt Berend Berendse auf dem Sandweg sein Haus. Es ist ein alter Bauernhof, in dem er seit dem plötzlichen Tod seiner Eltern alleine wohnt und sich um alle Tiere kümmert. Mit schützender Hand vor den Augen starrt er nun den Sandweg hinab. Weit in der Ferne sieht er eine große Sandwolke über den sich schlängelnden Sandweg emporsteigen, der an der Herberge vorbeiführt.

Weiterlesen

Es war einmal ein Mädchen namens Aaltjen, das wohnte auf einem Bauernhof in Haarlo im Achterhoek. Sie lebte in einer Zeit, in der die Menschen ihren Kindern nicht automatisch Schwimmunterricht gaben und die Schule hat den Gefahren des Wassers für kleine Kinder keine Aufmerksamkeit geschenkt. Die Eltern mussten sich daher etwas ausdenken. Um die Kleinen von den vielen kleinen Teichen und Tümpeln fernzuhalten, wurde der "Bullebak" ins Leben gerufen. Das war ein großes, unheimliches, haariges Monster, das in allen Wässerchen lebte und außergewöhnlich großen Hunger auf kleine, leckere Kinder hatte. Weiterlesen

Die Kriegstage sind gezählt. Viele Menschen werden vom Hunger gequält. Die Sorge um die tägliche Nahrung, und wenn es auch nur ein bisschen wäre, ist groß. Fien erfährt von ihrem Arzt, dass die Muttermilch, mit der sie ihr Neugeborenes stillt, zu wenig Fett enthält. Sientje muss darunter leiden. Wie sollte es auch anders sein, in diesen schweren Zeiten des Nahrungsmangels? Sie darf gar nicht daran denken, ihr Kind dem Tod zu überlassen. Weiterlesen

Twenteric war ein gefürchteter sächsischer Krieger, von dem die Welt leider fast nichts mehr weiß. Dieser Kriegsheld kämpfte gegen König Karl den Großen mit Feuer und Schwert. Denn Sachsen hielten nichts von gebieterischen Herrschern. Sie waren echte Twenter.

Weiterlesen

Foto: Caprice

(Anekdote von CAPRICE)

„Sag’ mal, du treibst dich doch ständig in Holland herum, hast dort viele Kontakte und deine Schwiegereltern wohnen dort“ sagte der Wirt meiner früheren Stammkneipe zu mir.
„Mein Laden braucht dringend eine Metamorphose. Den alten Krempel kann ich nicht mehr sehen.
Ich dachte an was holländisches; das liebt man hier, frisch und bunt muss es aussehen…“
Er schob mir ein Bier vor die Nase und sagte: „Hier, vom Hause. Mach’ dir doch mal Gedanken.“
„Na ja, da brauche ich nicht lange nachzudenken: Windmühlen, Tulpen, Holzschuhe, das sei typisch holländisch“ antwortete ich in der Absicht, damit meinen Teil dazu beigetragen zu haben.
„Ja gut, bring’ das nächste Mal etwas aus Holland mit; aber denke daran, dass es nicht zu teuer wird.“
Da hatte ich dann meinen Auftrag. Er selbst wollte seine Kneipe umgestalten, aber das von ihm spendierte Glas Bier verpflichtete mich zu Inspiration und Zeitaufwand.
Toll hat er das wieder hingekriegt, dachte ich.

Weiterlesen

Bildmontage: Caprice

(eine Anekdote von Caprice)

Als ich nach einem stressreichen Arbeitstag nach Hause kam, fand ich einen Brief von der Polizei in meinem Briefkasten.  „Was wollen die denn von mir“ dachte ich und öffnete sofort den blauen Umschlag. Ich las, jemand habe gesehen, dass ich mit meinem Auto bei Rot eine besagte Kreuzung in Enschede (NL) überquert hätte.
Ort, Tag und Uhrzeit wurden genau benannt. Die besagte Verkehrsübertretung habe morgens um 8.30 Uhr statt gefunden.
Da mir die Zeitangabe jedoch unglaubwürdig vorkam, habe ich die Angelegenheit lange überdacht und versucht, mich an diesen Tag zu erinnern. Am folgenden Tag kam mir am Arbeitsplatz in den Sinn, meine Stempelkarte zur Hand zu nehmen. 

Weiterlesen

Das Weitererzählen von guten Geschichten ist vielleicht eine der sympathischsten Traditionen in der deutsch-niederländischen Grenzregion.

Eine Region, in der die Natur noch so manches Mal die Überhand hat. Mit einer Landschaft am Meer, tiefen Wäldern und geheimnisvollen Mooren, in denen Nebelschwaden wie "Witte Wieven" aussehen, mit sanften Hügeln und sagenumwobenen Flusstälern. Aber vor allem auch eine Region mit sehr fantasievollen Bewohnern. So entstanden in der Vergangenheit viele Sagen, Legenden und Volksgeschichten. Knallharte Fakten, Aberglaube, Fabeln, Wandermärchen; manchmal sogar zu schön um wahr zu sein.

Auf den Spuren der Wanderhändler

Auf den Spuren reisender Händler aus vergangenen Jahrhunderten machen die Wanderer auf dem Handelsweg eine erlebnisreiche Zeitreise durch eine idyllische Naturlandschaft.
www.handelsweg.com