Nah am Wasser – Strandparc Nulde und Harderwijk

7 September 2018
durch: Simone

Das Seengebiet De Randmeren, das die Provinzen Gelderland und Flevoland trennt, ist ein ideales Wassersportgebiet. Der Strandparc Nulde mit seinem beliebten Campingplatz, der gerade zu einem Bungalowpark erweitert wird, ist ein idealer Ausgangspunkt für einen Segeltörn oder eine Bootstour. Oder man macht es wie wir und radelt mit dem Fahrrad immer am Wasser entlang bis zur sehenswerten Hansestadt Harderwijk.

Wasser spielte hier an der Nordwestgrenze der Provinz Gelderland schon immer eine große Rolle. Wo sich heute die Surfer und Freizeitkapitäne tummeln, waren in früheren Zeiten große Segelschiffe unterwegs, um Waren in die Länder an der Ostsee zu transportieren. Die Stadt Harderwijk gehörte früher sogar zur Hanse, jedoch sind diese Zeiten natürlich schon seit Jahrhunderten vorbei.

Harderwijk

Aus der Meeresbucht Zuiderzee mit offener Verbindung zur Nordsee ist schon längst das IJssel- und Markermeer geworden. Aus dem salzigen Wasser wurde Süßes. Die neu angelegten Polder der Provinz Flevoland liegen heute wie Inseln im ehemaligen Meer, eine Furche Wasser trennt sie von Gelderland. Vierzehn miteinander verbundene Seen reihen sich hier wie an einer Perlenschnur aneinander und bilden De Randmeren, ein Wassersportgebiet par excellence.

Wassersport Nulde

De Randmeren

Nuldernauw nennt sich der Teil der Randmeren direkt beim Strandparc Nulde. Wer des Niederländischen mächtig ist, erkennt bereits am Namen, hier ist das Seengebiet etwas schmaler. Tatsächlich können wir das andere Ufer in knapp 700 Meter Entfernung gut erkennen. Was wir nicht sehen, aber erahnen können, das Wasser ist hier auch nicht tief. Noch weit vom Strand entfernt stehen die Kinder im Wasser. Kein Wunder, dass der Campingplatz hier vor allem bei Familien so beliebt ist.

Wie an den vielen deutschen Kennzeichen zu erkennen, haben auch deutsche Urlauber den Campingplatz für sich entdeckt. Einige haben sogar ihr eigenes Boot mitgebracht, das jetzt nur wenige Meter von ihrem Zelt oder Wohnwagen am Ufer auf einen Törn wartet.

Nulde

Eine Bootstour wäre bei der heutigen Hitze auch keine schlechte Option. Wir entscheiden uns dennoch fürs Fahrrad, um die gut zehn Kilometer nach Harderwijk zurückzulegen. Etwas Wind und der Schatten der Bäume sorgen für eine angenehme Abkühlung und wir genießen die kurze Radtour in vollen Zügen. Der Radweg verläuft parallel zum Ufer und bietet immer wieder Aussicht aufs Wasser und die zahlreichen Badegäste, die den Strand Nulde und den anschließenden Strand Horst nutzen.

Hansestadt Harderwijk

Auch die Stadt selbst hat einen Strand. Direkt am schick angelegten neuen Boulevard und dem anschließenden Jachthafen gibt es feinen Sand am Stadtstrand Harderwijk. Beim Strandpavillon Walhalla wird allerlei Leckeres in fester und flüssiger Form serviert und tropische Klänge sorgen für das passende Feeling zum Chillen am Strand.

Harderwijk

Wer es etwas gediegener mag, findet am Boulevard genügend Lokalitäten zur Auswahl, ein Restaurant reiht sich hier an das andere. Nicht umsonst wird Harderwijk auch gerne als kulinarische Hansestadt bezeichnet.

Am Vischmarkt hinter dem imposanten Stadttor aus dem 14. Jahrhundert sind gleich zwei erstklassige Feinschmecker-Restaurants angesiedelt, das Restaurant Basiliek mit einem und das `t Nonnetje mit sogar zwei Michelinsternen.

Harderwijk

Nach unserer kleinen Stadtbesichtigung lassen wir uns aber nicht in den Gourmettempeln von Harderwijk nieder. Wir radeln zurück zum Strandparc Nulde, denn auch dort wird Leckeres angeboten.

Im Restaurant SES gibt es nicht nur wahre Köstlichkeiten aus dem Green Egg, hier können wir auch noch die letzten Sonnenstrahlen und eine wunderbare Aussicht aufs Wasser genießen.

Nuldenauw
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