Stand Up Paddling bei Windy Waters

23 August 2018
durch: Simone

Stand up Paddling scheint ein neu erfundener Modesport zu sein, aber eigentlich geht das Stehpaddeln auf polynesische Fischer zurück, die traditionell stehend in ihren Kanus unterwegs sind. Von ihrer Perfektion bin ich bei meinem Schnupperkurs natürlich noch meilenweit entfernt. Aber als Anfängerin bin ich mich beim Wassersportzentrum Windy Waters am Veluwemeer in guten Händen und Spaß macht es mir ab Minute Eins.

Keine fünf Minuten dauern die Trockenübungen an Land, dann geht es bereits aufs Wasser. Selbst für eine blutige Anfängerin wie mich ist das Veluwemeer perfekt geeignet. Bis zu der kleinen vorgelagerten Insel die rund 800 Meter vor dem Ufer entfernt liegt, kann man problemlos stehen. Ein unfreiwilliger Plumps ins Wasser ist also keine große Sache.

In der einen Hand das Paddel und mit der anderen Hand das Surfbrett festhaltend, folge ich Ender Richtung See. Ender ist sozusagen mein Personal-Trainer bei diesem Schnupperkurs Stand Up Paddling, für den ich mich im Wassersportzentrum Windy Waters angemeldet habe. In einer guten Stunde will er dafür sorgen, dass ich aus eigener Kraft schon mal von A nach B komme.

Windy Waters

Rauf aufs Brett

Zugegeben bisher habe ich Menschen, die auf einem Surfbrett stehend durchs Wasser paddeln, eher etwas belächelt. Warum sollte man denn auf einem Brett stehen, wenn man auch in einem Boot sitzen kann?! Aber wie so oft im Leben, kommen mit eigenen Erfahrungen ganz neue Erkenntnisse.  Schon nach wenigen Minuten mit dem Brett im Wasser ist klar – Stand Up Paddling macht riesigen Spaß!

Obwohl ich kein Held in Sachen Gleichgewicht bin, ist das Aufstehen auf dem schwimmenden Brett gar nicht so schwer. Die guten Anweisungen von Ender und das dicke Anfängerbrett sind dabei sehr hilfreich. Auch kann man so ein Paddel nicht nur zum Paddeln nutzen, es hilft außerdem das Gleichgewicht zu halten.

Windy Waters

Es wäre gelogen, wenn ich in meinem Fall von Eleganz sprechen würde. Aber zumindest kann ich mich auf dem Brett halten und die ersten Paddelschläge wagen. Es dauert nicht lange und ich fühle mich schon etwas sicherer auf dem wackligen Brett. Die ersten Meter sind gepaddelt, das Ende der kleinen Bucht erreicht. Jetzt heißt es umdrehen und Ender erklärt mir, wie das geht. Auf der einen Seite von hinten nach vorne paddeln, auf der anderen Seite von vorne nach hinten.  Im Prinzip ganz einfach, wenn da nur der Wind nicht wäre.

Windy Waters

Der Name Windy Waters des Wassersportzentrums ist nämlich heute wahrlich passend. Nach der gestrigen sommerlichen Hitze ist heute Wetterwechsel mit dunklen Wolken und kräftigem Wind angesagt. Für die zahlreichen Windsurfer, die hier im Ferienpark Bad Hoophuizen ihr perfektes Urlaubsziel gefunden haben, einfach ideal. Für mich als Neuling beim Stand Up Paddling eher herausfordernd.

Windy Waters

Kaum ist die halbe Wende geschafft, treibt mich der Wind ratzfatz wieder in die andere Richtung. In dem Fall hilft nur eine Kehre andersherum und schon ist der Wind mein Freund und er hilft mir sogar beim Drehen.

Zurück gegen den Wind zu paddeln macht mir schnell deutlich, wo mir Muskeln fehlen. Ich muss mich ordentlich anstrengen und komme regelrecht ins Schwitzen. Mit einem breiten Grinsen im Gesicht und auch etwas stolz, erreiche ich letztendlich dennoch wieder meinen Ausgangspunkt.

Dass mein Stand Up Paddling Kurs nicht ohne Folgen bleiben wird, ist mir sofort klar. Die leise Vorahnung auf einen ordentlichen  Muskelkater am nächsten Tag beschleicht mich, kaum dass ich aus dem Wasser bin. Aber auch die Gewissheit, dass das auf keinen Fall mein letztes Mal stehend auf einem Brett war. Dazu macht Stand Up Paddling viel zu viel Spaß!

Windy Waters

                                             

0 Kommentare

Einen Kommentar schreiben

Andere Geschichten